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2., Schüttelstraße - Tiergarten - Portal

CC0
Künstler:in/Hersteller:in
NameRolle
August Stauda (1861—1928)
Fotograf
Inventarnummer
51951/50
Objektart
  1. Fotografie
Datierung
  • 1894
Maße
  • Höhe×Breite 26,3×19,6 cm
Info/Text

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurden Menschen aus europäischen Kolonien, aus Afrika oder Asien für große Schaustellungen nach Wien gebracht, wo sie sexistischer und rassistischer Gewalt ausgesetzt waren. Der Hamburger Tierhändler Carl Hagenbeck präsentierte seine Menschenschauen in der Rotunde, wo er im Zentralgebäude der Wiener Weltausstellung die technisch-kulturelle Überlegenheit Europas propagierte. Im Wiener Thiergarten am Schüttel waren um 1900 u.a. afrikanische „Dörfer“, wo dem Wiener Publikum ein scheinbar authentisches Alltagsleben fernab der europäischen Zivilisation vorgespielt wurde. Fast rund um die Uhr waren die „Bewohner:innen“, Frauen, Männer und Kinder, den zudringlichen Blicken der Besucher:innen ausgesetzt.

During the final decades of the nineteenth century, men, women, and children from European colonies in Africa and Asia were brought to Vienna to participate in large-scale ethnographic exhibitions, where they were subjected to racist and sexist forms of violence and objectification. The Hamburg animal trader Carl Hagenbeck staged his so-called Völkerschauen (“human exhibitions”) in the Rotunda, using the central building of the Vienna World’s Fair as a platform to promote narratives of European technological and cultural superiority. Around 1900, the Vienna Zoological Garden at the Schüttel also featured reconstructed African “villages,” where visitors were presented with a purportedly authentic representation of everyday life beyond European civilisation. The inhabitants of these displays—women, men, and children—were exposed almost continuously to the intrusive scrutiny of the visiting public.

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