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Stereotype Darstellung eines Kabylen

 (Descriptive title)
CC BY 4.0, Foto: Atelier Stiegler/Massard, Wien Museum
Original title
"Kabyle" ("Antar")
Inventory number
219108
Date
  • around 1895
Material
Technique
Dimensions
  • Höhe 42 cm
Info/Text

Die Keramik-Manufaktur Friedrich Goldscheider begann in den 1880er Jahren stereotype Figuren von Menschen aus Nordafrika herzustellen. Damit schloss sie an die „Orientmode“ des ausgehenden 19. Jahrhunderts an und vermittelt das einstige eurozentristische Bild von Männern, Frauen wie Kindern aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Das vervielfältigende Medium der Keramik und die Tatsache, dass die Figuren eine sichtbare dekorative Präsenz in Wohnräumen der Europäer:innen hatten, streute und verfestigte zugleich das koloniale Machtverhältnis.

Die Plastiken sind mehrheitlich von anonymen Bildhauern geschaffen worden und widerspiegeln Rassismus über die Exotisierung. Die Beliebtheit der Keramiken erklärt sich aus den Fantasien und Vorstellungen des Bürgertums über das „Fremde“, mit dem sich das Ungebändigte, der Müßiggang und nicht zuletzt sexuelles Begehren verbinden. Goldscheiders Objektgruppe der Nordafrikaner:innen war relativ umfangreich und hielt sich bis um 1905 im Sortiment.

Literature
  • Goldscheider - Firmengeschichte und Werkverzeichnis, Hauptautor: Dechant, Robert E., 2007, S. 306, Kat.-Nr. Mod. Nr. 926
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